29.09.07
// luxemburger worte // blog für wahrheiten und rechte ab sofort bei www.luxemburgerworte.eu
(arthur -
... arthur aus dem GROSSEN herzogtum ...
@ 11:42:58)
Liebe Leser,
ab sofort wird "luxemburger worte // blog für wahrheiten und rechte" nur noch bei www.luxemburgerworte.eu veröffentlicht.
Ich bedanke mich bei den Organisatoren der Website luxembourg2007.org. Die Möglichkeit hier ein Blog zu führen, hat mich überhaupt erst auf die Idee gebracht "arthur kleines LUXEMBURG tagebuch" das jetzt unter "luxemburger worte // blog für wahrheiten und rechte" firmiert zu führen. Auch über das Kulturhauptstadtjahr hinaus wird es dieses Blog geben; somit wurde tatsächlich neue Kultur geschaffen. :-)
arthur
14.08.07
{Luxemburg - das Land am Rande der Sahel-Zone}
(luxemburgINFO -
... arthur aus dem GROSSEN herzogtum ...
@ 23:40:39)
Schon seit längerem beobachte ich, daß Luxemburg wohl - neben dem afrikanischen Kontinent - Hauptabnehmer für Geländefahrzeuge der Marke "Range Rover" sein muß. Lange Zeit hat mich dieser Umstand vor große Rätsel und Unverständnis gestellt. Ist es doch so, daß Luxemburg das allerletzte Land ist, das einem zum Thema schlechte Straßen oder Straßenverhältnisse einfällt. Auch die Anzahl der Berge ist doch recht überschaubar. Selbst wenn man es darauf anlegen würde, könnte man wohl in Luxemburg keinen einzigen Weg finden, der nicht mit einem normalen PKW zu bewältigen wäre. Abgesehen davon ist solch ein riesiges Auto einfach nur eines: Unpraktisch. Es passt in keine Parklücke, für die meisten Garagen ist es zu breit oder zu hoch und verbraucht dazu noch viel (auch nicht mehr so richtig billiges luxemburger) Benzin. Von Umweltaspekten möchte ich gar nicht sprechen - sie sind sowieso, wenn es um das geliebte Auto(fahren) geht, kein Thema.
Wozu also um Himmels willen in einem Land wie Luxemburg solch ein Auto? Nach längerem Nachdenken bin ich mir nun sicher endlich den Grund gefunden zu haben.
Um diesen zu erklären muß ich allerdings ein wenig ausholen: Vor wenigen Wochen fiel mir am Luxemburger Flughafen das Luxemburger Wort in die Hände. Ich hatte Zeit und konnte ich mich voll und ganz jenem Kleinod der luxemburger Seele widmen. Da der Großherzog jedes Jahr zum Nationalfeiertag wohl Beamte (für einigermaßen regelmäßiges Erscheinen am Arbeitsplatz) und andere verdiente Mitglieder der Gesellschaft (für sonstige Heldentaten) mit Orden beglückt, darf das Wort auch lange Listen mit den Namen der Ordensempfänger abdrucken (wahrscheinlich wird so auch das Überleben der luxemburger Zeitungen gesichert - aber das nur am Rande). Damit jeder im Land auch genau Bescheid weiß, wird von vielen Geehrten ein Gruppenbild gedruckt.
Interessant zu sehen - und hier schließt sich so langsam der Kreis zum Range Rover - war, daß viele der dort gezeigten Beamten (im Falle des Außenministeriums waren es ohne Ausnahme alle) eines gemeinsam hatten: Die Liebe zu gutem Essen und Trinken und deren körperliche Folgen.
Meine Schlußfolgerung ist nun folgende: Viele Luxemburger fahren deshalb so auf Range Rover ab, weil es schlicht und einfach das einzige Auto ist, in das sie mit ihrem Körperumfang noch (einigermaßen bequem) einsteigen können! Eine andere Erklärung kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen; wobei - stimmt: Die luxemburger Winter können alle 30 bis 40 Jahre verdammt hart und schneereich sein. Hin und wieder tritt vielleicht auch mal die Mosel über die Ufer oder man muß sich mit den schlechten belgischen Straßen herumschlagen. Man könnte die Liste endlos weiterführen. Ich möchte dies jedoch nicht tun und überlasse es dem geneigten Leser dieser Zeilen.
Hinweis: Dieses Blog ist mit einer umfangreichen Linksammlung auch bei www.luxemburgerworte.eu zu lesen; dort bitte auch alle Kommentare hinterlassen.
07.08.07
{arthur's kleines LUXEMBURG tagebuch ist luxemburger worte // blog für wahrheiten und rechte!}
(arthur -
... arthur aus dem GROSSEN herzogtum ...
@ 19:27:42)
Mehr als ein halbes Jahr gibt es nun arthur’s kleines LUXEMBURG tagebuch mit Geschichten, Kommentaren und Infos aus Luxemburg. Klein ist das Tagebuch schon lange nicht mehr - das zeigen insbesondere die Zugriffszahlen (auch wenn sich die Kommentare noch in Grenzen halten).
Höchste Zeit also einen Namenswechsel zu vollziehen! Daher wird aus “arthur’s kleines LUXEMBURG tagebuch” ab sofort “luxemburger worte // blog für wahrheiten und rechte”. Von nun an ist das Blog - neben den gewohnten Adressen - auch unter www.luxemburgerworte.eu zu erreichen.
Ach ja: Am Inhalt der Seite wird sich nichts ändern. Auch in Zukunft wird es hier keine Todesanzeigen oder Gruppenbilder mit übergewichtigen Beamten oder Politikern geben. Ähnlichkeiten mit anderen Publikationen sind selbstverständlich nicht gewollt und völlig zufällig.
15.07.07
Manchmal hat man das Gefühl in Luxemburg wäre überhaupt nichts los. Dann gibt es aber solche Tage in denen die Stadt förmlich vor Leben sprüht. Einer dieser Tage ist das alljährliche Festival "Rock um Knuedler". Knuedler ist der luxemburgische Name des Place Guillaume II im Zentrum der Stadt vor dem Rathaus (nicht zu verwechseln mit dem Place d'Armes und seinem "Blasmusikpavillion"). Die Stadt Luxemburg und das Fremdenverkehrsamt geben immer viel Geld dafür aus, bekannte und weniger bekannte Rock-Musiker zu engagieren, die dann auf diesem Platz, sowie einer Nebenbühne Konzerte gratis(!) geben.
Neben vielen anderen war dieses Jahr die Hauptattraktion des Abends Gianna Nannini. Für mich war dieses Konzert, trotz des zwischenzeitlich recht heftigen Regens, eines der besten Konzerte, das ich jemals gesehen habe - einfach klasse.
Zu den Tagen, die man unbedingt in Luxemburg sein muß, ist nun also (neben dem Nationalfeiertag an erster Stelle und dem Marathon) der Tag von Rock um Knuedler hinzugekommen. Ach ja: Die Blues und Jazz Rallye ist ja auch demnächst...
Hinweis: Dieses Blog ist mit einer umfangreichen Linksammlung auch bei www.arthurhelmholtz.info zu lesen; dort bitte auch alle Kommentare hinterlassen.
03.07.07
{Luxemburg und die Sprache(n)}
(luxemburgINFO -
... arthur aus dem GROSSEN herzogtum ...
@ 22:46:35)
Luxemburg und die Sprachen ist ein Thema für sich. Fakt ist, daß es drei offzielle Landessprachen gibt - Deutsch, Französisch und Luxemburgisch. Dabei ist das Französische die allgemeine Verwaltungssprache. Wichtige Hinweise der Verwaltungen werden aber meist auch in Deutsch publiziert. Jeder "echte" Luxemburger beherrscht alle drei Sprachen recht gut was ihm in vielerlei Hinsicht einen echten Vorteil verschafft; zumal es oft in Aushängen, Einladungen etc. zu wilden Sprachkreuzungen kommt bei denen alle Sprachen nach Lust und Laune durcheinander geworfen werden.
Wie sieht es aber mit Luxemburgisch aus und was ist das überhaupt?
Vor meiner Ankunft in Luxemburg hatte ich noch nie von einer solchen Sprache gehört. Ich muß auch offen zugeben, daß ich es nach wie vor für einen deutschen bzw. moselfränkischen Dialekt halte. Ich weiß sehr genau, daß ich mir mit dieser Aussage in Luxemburg nicht viele Freunde mache. Die Schweizer würden aber beispielweise auch nicht auf die Idee kommen ihr Schweizerdeutsch als Sprache auszuweisen. Oft wird auch darauf hingewiesen, daß das Luxemburgische eine eigenständige Grammatik hätte und - wie es unlängst in der FAZ stand - ein "normaler" Deutscher die Sprache nicht verstehen würde. Nun gut, dies trifft wohl auf so manchen Dialekt im Deutschen zu - und ein Norddeutscher versteht einen Bayern auch nicht immer ganz auf Anhieb.
Auf der anderen Seite kann ich aber sehr gut verstehen, daß man sich in Luxemburg an dieses Idiom klammert; stellt es doch für jeden "echten" Luxemburger ein echtes Identitäts-, Alleinstellungs- und Abgrenzungsmerkmal in einem Land dar, in welchem die Einheimischen, sollte sich der gegenwärtige Trend fortsetzen, bald eine Minderheit sein werden! Somit ist es auch nur legitim sich auf seine Wurzeln zu besinnen.
Trotzdem bin ich der Meinung, daß die Nutzung des Luxemburgischen von offizieller Seite auf mich eher den Eindruck tiefsten Provinzialsmus macht. Paradebeispiel ist hier für mich der Bahnhof Luxemburg: Die Durchsagen werden von einem hörbar schlecht gelaunten Bahnbeamten zuerst in Luxemburgisch und dann - je nach Bestimmungsort des Zuges - in Deutsch oder Französisch ins Mikrofon gemault. Abgesehen davon, daß man dank der schlechten Lautsprecher ohnehin kaum etwas versteht, bekommt man doch trotzdem das ungute Gefühl in einem Provinznest gelandet zu sein; ungefähr so, wie wenn in meiner Heimatstadt in Süddeutschland die Ansagen auch im lokalen Dialekt gemacht würden (den im übrigen alle Luxemburger und Moselfranken ebenfalls nicht verstehen würden). Auch geschriebenes Luxemburgisch kommt für mich so daher, als würde ich nun anfangen dieses kleine Tagebuch in meinem Heimatdialekt verfassen - irgendwie komisch.
Fakt ist jedoch, daß ein Trend zum Luxemburgischen zu beobachten ist und ich ihn natürlich nicht aufhalten kann und will. Klar muß auch jedem hier lebendem Ausländer sein: Sollte man sich dauerhaft im Großherzogtum niederlassen wollen und an einer - wie auch immer gearteten - Integration interessiert sein, führt kein Weg am Erlernen des Luxemburgischen vorbei; und Sprachkurse werden ja von offzieller Seite angeboten.
Hinweis: Dieses Blog ist mit einer umfangreichen Linksammlung auch bei www.arthurhelmholtz.info zu lesen; dort bitte auch alle Kommentare hinterlassen.

